Unterschwellige Werbung verleitet Kunden zum Kauf. Mythen der Psychologie – Teil 2

Veröffentlicht am von Bettina Noé

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Popcorn

Die Geschichte des Experiments von James Vicary werden die meisten kennen: Vicary behauptete 1957, er habe in einem Kino die Botschaft „Iss Popcorn, trink Cola“ während des Films einblenden lassen und anschließend sei der Umsatz von Cola um 18 % und der von Popcorn um etwa 58 % gesteigert worden. Daraufhin verboten einige Staaten unterschwellige Werbung, in Deutschland stellt es eine Ordnungswidrigkeit dar. Obwohl das Experiment nie ausreichend nachgewiesen wurde und nie wiederholt werden konnte, ging es um die Welt und wurde anerkannt. Schließlich, nach großem Druck, gab Vicary 1962 zu, dass das Experiment nur erfunden wurde, da er neue Kunden für seine Firma brauchte.

Zwei Dinge hatte er damit jedoch erreicht:

  1. Bis heute glauben bis zu 83% der befragten Psychologiestudenten an die Wirkung sublimaler Reize, vom Rest der Bevölkerung ganz zu schweigen.
  2. Vicary zeigte, wie gut Storytelling funktionieren kann.

Fazit: Bob Garfield (Advertising Age, 1994): „Unterschwellige Werbung existiert nicht, außer im Bewusstsein der Öffentlichkeit … Niemand macht sich die Mühe damit, weil es schwierig genug ist, die Leute zu beeindrucken, indem man ihnen plumpe Bilder um die Ohren haut.“

Über die Autorin: Bettina Noé

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