Macht Joggen schlau? Mythen der Psychologie – Teil 1

Veröffentlicht am von Bettina Noé

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Joggen

Immer wieder gibt es Berichte, wodurch wir angeblich unsere Gehirnleistung steigern können. Zeit, ein paar durch die Medien geisternden Behauptungen nachzugehen. Ich starte heute mit dem Mythos: Joggen macht schlau.

 

 

 

Der Neurologe Art Kramer von der Universität Illinois konnte in einer über 12 Monate dauernden Untersuchung durchaus einen beachtlichen Effekt nachweisen. Er schickte 100 Personen 3 x pro Woche eine halbe Stunde joggen und das 12 Monate lang. Wichtig war, dass diese Personen keineswegs Sportler waren, sondern im Gegenteil übergewichtige, unsportliche Versuchsteilnehmer. Im Vergleich zur Kontrollgruppe konnte Kramer bei den Joggern eine Steigerung bei Reaktionsgeschwindigkeit, Auffassungsgabe und Merkfähigkeit um 20 Prozent feststellen. Die Erklärung hierfür: Eine regelmäßige körperliche Aktivität stimuliert die Nervenzellen unterschiedlicher Hirnregionen und besonders deren Zusammenarbeit. Diese Vernetzung ist sehr wichtig.

In einer weiteren Untersuchung konnte Prof. Kramer ebenfalls nachweisen, dass der normale, altersbedingte Abbauprozessen im Gehirn durch sportliches Ausdauertraining reduziert und sogar umkehrt werden kann. So verbesserten sich die kognitiven Leistungen und der Hirnstoffwechsel der Versuchspersonen bereits nach zehn bis 14 Tagen signifikant.

Über die Autorin: Bettina Noé

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