DSGVO: Von diesen Rechten werden Kunden Gebrauch machen

Verbraucher werden Unternehmen bevorzugen, die transparent mit Daten umgehen

Artikel aktualisiert am
08
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05
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2018
Auch Kunden wissen noch nicht, was die Datenschutz-Grundverordnung im Einzelnen bedeutet. Doch laut einer Studie werden Verbraucher in Zukunft Unternehmen bevorzugen, die transparent mit ihren Daten umgehen.

Früher oder später werden Konsumenten auf die Rechte, die ihnen die EU-Datenschutz-Grundverordnung einräumt, zugreifen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage des Software-Anbieters Pegasystems. Unternehmen sollten sich deshalb möglichst schnell darauf einstellen, denn eine Mehrheit der Befragten wird Unternehmen bevorzugen, die offen und transparent mit Kundendaten umgehen.

Mit Inkrafttreten der DSGVO am 25. Mai 2018 erhalten Konsumenten die Kontrolle über alle Daten, die Unternehmen von ihnen speichern und verarbeiten. Dazu gehören Name, Adresse und Telefonnummer ebenso wie Kaufhistorie, Web-Browsing-Aktivität und Standort. 86 Prozent der in Deutschland Befragten sind mit ihren neuen Rechten noch nicht vertraut. Doch damit konfrontiert, halten sie es für wichtig, dass man ihnen diese Rechte einräumt.

Kunden erwarten Transparenz

Am wichtigsten ist Verbrauchern demnach, über die gespeicherten persönlichen Daten informiert zu werden (63 Prozent). 80 Prozent halten es für "wahrscheinlich“ oder "sehr wahrscheinlich“, dass sie Unternehmen auffordern werden, Daten einzusehen, einzuschränken oder zu löschen. Nur 13 Prozent gehen davon aus, dass sie ihre neuen Rechte nicht wahrnehmen werden.

Gut ein Drittel der Verbraucher (37 Prozent) will in Zukunft wissen, welche persönlichen Daten für automatisierte Entscheidungen verwendet werden, 39 Prozent wollen das Recht auf die vollständige Löschung gespeicherter Daten nutzen. 29 Prozent wollen selbst die Entscheidung treffen, welche Daten von wem gespeichert werden.

Der transparente Umgang mit Kundendaten wird für Unternehmen erfolgsentscheidend, denn 61 Prozent halten es für wahrscheinlich, dass sie eher mit Unternehmen Geschäfte machen werden, die seriös mit Verbraucherdaten umgehen. Insbesondere Einzelhandels-Kunden (55 Prozent) erwarten Transparenz.

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